Das der Platform Destination Governance – Bosco Gurin zugrunde liegende Konzept basiert auf einer umfassenden Analyse des Potenzials möglichen Zusammenwirkens zwischen Einrichtungen und Destinationspartnern im Hinblick auf eine innovative und integrierte Verwaltung des Tourismussektors.
Neue Formen integrierter Führung im Bereich Tourismus setzen sich gegen die traditionellen durch, welche den ständigen Entwicklungen nicht mehr Schritt zu halten vermögen und den verschiedenen Bedürfnissen der zahlreichen Akteure im Tourismus nicht mehr genügen können.
Die “Governance”-Theorie definiert den Begriff als Beziehung zwischen Kontrollelementen und –formen. Im Bereich Tourismus beschreibt “Destination Governance” eine Form von Selbstorganisation der verschiedenen touristischen Destinationen. Sie gründet auf der Zusammenarbeit zwischen den Personen und Gesellschaften, die am touristischen Produktionsprozess teilnehmen und die innerhalb eines institutionellen Rahmens tätig sind. Das Konzept der “Destination Governance” geht davon aus, dass die im touristischen Sektor realisierte Zusammenarbeit zwischen Öffentlichkeit und Privaten aufgrund analytisch festgelegter Leitlinien zu Erfolg und Wachstum führen kann.
Im Vergleich zur bisherigen Organisation sieht der neue Ansatz der “Destination Governance” eine völlig neue Rollenstruktur vor. Der pyramidenförmige Aufbau, bei dem der Entscheidungsprozess von oben her erfolgt, wird ersetzt durch eine partnerschaftliche Beziehung, in der Wachstum und Entwicklung derart möglich sind, dass jederzeit neue Mitglieder aufgenommen werden können, die an den Tätigkeiten der Destination teilnehmen.
Praktisch bedeutet dies, dass mit der “Destination Governance” eine öffentlich-private, gesellschaftsähnlich zusammenwirkende Struktur geschaffen wird, in der alle Akteure der Destination aufgenommen werden können und ein gutes Gleichgewicht zwischen den Interessen der Einwohner, der privaten Unternehmen und der Behörden gefunden werden kann. Die Governance (eine Art strategischer Verwaltungsrat) definiert die Zielsetzungen der Destination in Bezug auf den touristischen Markt und setzt die notwendigen Strategien fest. Für deren Umsetzung ist ein Resort Manager verantwortlich (ein Koordinator, der die Verwirklichung leitet). Ziel der “Destination Governance” ist nicht der Profit, sondern die Schaffung eines Mehrwerts für die Destination und indirekt für alle Mitglieder. Es ist also eine Struktur, die in der Lage ist, innerhalb eines ausgeglichenen und einheitlichen Rahmens gemeinschaftliche Entscheidungen zu treffen, die es erlauben, im Herzen der Schweizer Alpen einen touristischen Zielort derart einzurichten, dass entspannende Urlaubsmöglichkeiten im Zeichen der Aktivitäten in der freien Natur und auf den Spuren alter Traditionen angeboten werden können.
Informationen:
C2B Consulting Sagl.